Wickel & Co. alte Hausmittel wieder neu entdeckt
Hier
einige Rezepte aus meinem Vortrag "Wickel & Co.
alte Hausmittel wieder neu entdeckt.":
Zwiebelbrustwickel
Bei festsitzendem Husten, Schleimlösend,
Husten mit Schnupfen.
1-2 Zwiebeln, Innen/Aussentuch.
Zwiebeln schneiden, in Innentuch geben, als Päckchen
einpacken, plattdrücken. Über Dampf erwärmen.
Für stärkere Wirkung einige Tropfen Lavendelöl
aufträufeln.
Mit Aussentuch fixieren, oder einem engen Hemdchen.
Dauer 1/2 Stunde bis 1 Stunde.
Brustwickel mit
Quark
Krampf-und
schleimlösend, vertieft Atmung, abschwellend
Bei akuter Bronchitis, verschleimten Bronchien,
lindert Reizhusten.
Kind darf vor und während Behandlung nicht frieren!
100 g zimmerwarmer Quark (kein gekühlter! Zu starker
Reiz!)
Teigschaber o.ä.
Innentuch, Verbandmull, Zwischentuch (evtl
Geschirrtuch), grosses Aussentuch, 2 Wärmflaschen.
Grosses Handtuch als Bettschutz.
Quark ca 1 cm dick auf Innentuch streichen. Grösse ca
Achselhöhle bis unterer Rippenrand. Mit Verbandmull
abdecken. Enden einschlagen.
Quarkpaket auf den Oberkörper legen (Schicht mit Mull
zum Körper).Geschirrtuch darüber
Pulswickel mit Arnika oder
Zitrone
stärken
den Kreislauf, senken sanft das Fieber, bei Müdigkeit
und Kopfschmerzen
ideal bei Säuglingen (Erschöpfung, keine Kraft zu
trinken)
1. 10 ml Arnikatinktur oder eine Zitrone, Salz oder
Essig
2. mit 100 ml Wasser verdünnen (wer friert- warmes
Wasser 35°-40°; wer warm hat-
kühles Wasser 20°-31°
3. Anderthalb Längen des Tuchs anfeuchten und
mindestens drei mal Handgelenk
umwickeln (trockener Teil zum Schluss).
4. Wickel alle 10 Minuten wechseln, dreimal, dann
mehrere Stunden Pause
Kohlwickel
Bei Arthrose, Arthritis, Gelenkschmerzen
Kohlblätter (äussere grüne Blätter) mit
einer Flasche oder einem Wallholz (nicht aus Holz)
bearbeiten, damit die Pflanzensäfte austreten können.
Mit Leintücher umwickeln.
Wenn die Blätter sich verfärben oder streng riechen,
abnehmen.
Bei obigen Indikationen ist auch ein Quarkwickel
möglich!
Ansteigendes Fussbad:
(vegetative Dystonie, Schlafbeschwerden, kalte Füsse,
Infektanfälligkeit, Unterkühlung)
Füsse in ca. 36° warmes Wasser, nur
Fußsohle bedeckt, langsam heisses Wasser zugeben, bis
Temperatur bei 41° und die Füsse bis Knöchel im
Wasser.
Sitzreibebad:
(bei Unterleibsbeschwerden, Prostata,
Regelbeschwerden, rez. Blasenentz., rez.
Vaginalbeschwerden)
in die Badewanne sitzen, ca 10 cm mit
kühlem Wasser gefüllt, Mit schnellen Schöpfbewegungen
zwischen den Beinen benetzt der Patient seinen
Unterleib und streicht das Wasser mit den Händen
abwärts ab. Nach 50-100maliger Wiederholung legt sich
der Badende kurz mit dem Rücken ins kalte Wasser,
verläßt die Wanne, streift das Wasser grob ab und
beginnt mit aktiver Gymnastik und Atemübungen bis er
warm ist.
Armguss:
(niedriger Blutdruck, nervöser Puls)
leichte Anwendung, auch für Anfänger:
beginnend am rechten Handrücken, hinauffahren bis zur
Schulter, dort verweilen (5-10 sec), Innenseite des
Armes wieder herunter, dann Wechsel zum linken Arm.
Knieguss:
(durchblutungsfördernd, chron. kalte
Füsse, Krampfadern, venöse Stauungen, Kopfschmerzen)
beginnend an der Aussenseite des rechten
Beines am Fussrücken, langsam die Wade hoch, nach
hinten in die Kniekehle, hier verweilen, (5-10 sec)
in kreisenden Bewegungen, dann an der Innenseite
herabfahren. Danach das linke Bein. Zum Schluss die
Fußsohlen.